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Vereinsinitiative der SP verstösst gegen Fairplay-Regeln
3. Mai 2011
Jungfreisinnige Uster empfehlen Ablehnung der ungerechten Initiative

„Keine Gebühren zulasten von Jugend- und Sportvereinen“. Was verlockend klingt, ist in Tat und Wahrheit eine überflüssige Initiative, welche darüber hinaus die Vereine ungleichmässig behandelt. Die Förderung der Jugend ist für die Jungfreisinnigen Uster selbstverständlich ein sehr wichtiges Anliegen. Doch muss dies in vernünftigem und vor allem fairem Rahmen geschehen. Die Vereinsinitiative bewirkt genau das Gegenteil!
Überflüssig ist die Initiative vor allem deshalb, weil mit der kürzlich beschlossenen Förderung der Kinder- und Jugendarbeit die Vereine bereits heute von der Stadt Uster mit jährlich 250‘000 Franken unterstützt werden. Dieses Geld wird an alle Ustermer Vereine, welche Jugendarbeit leisten, nach fairen Kriterien verteilt. Weitere 500‘000 Franken werden über andere Fördermittel, wie zum Beispiel Mietzinsvergünstigungen, an die Vereine ausgeschüttet.
Die von der SP aufgeführten lediglich 60‘000 sFr. an Benützungsgebühren welche der Stadt Uster entgehen, sind leider nur die halbe Wahrheit. Ins Gewicht fallen werden vor allem die zusätzlichen Gelder, welche diejenigen Vereine fordern werden, welche heute nicht direkt bei der Stadt Uster Räumlichkeiten mieten, sondern bei anderen öffentlichen oder nicht gewinnorientierten Institutionen beheimatet sind. Dies sind Institutionen wie Sekundarschule Uster, Kirchgemeinde und Private. Was dies an zusätzlichen Ausgaben bedeutet, kann sich jeder Steuerzahler selber ausmalen. Auch der enorme bürokratische Aufwand, welcher entstehen wird, wenn jeder Verein ein Gesuch um Übernahme seiner Mietkosten einreicht, wird die Stadtverwaltung weiter belasten.
Die Geprellten dieser Initiative sind allerdings all diejenigen Vereine, welche nicht in Räumlichkeiten der Stadt Uster oder anderen Institutionen trainieren oder proben. Mit enormem persönlichem und wohl auch finanziellem Einsatz, haben sich diese Vereine eigene Räumlichkeiten erschaffen und gehen deshalb bei dieser unfairen Initiative leer aus. Auch diese Vereine leisten einen sehr hohen Anteil Freiwilligenarbeit und werden nun dafür bestraft. Denn eines ist wohl allen klar: Wird diese Initiative angenommen, scheint eine Fortführung der aktuellen Förderung der Kinder- und Jugendarbeit ausgeschlossen.
Die Jungfreisinnigen Uster empfehlen den Ustermer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern deshalb, die Vereinsinitiative am 15. Mai abzulehnen.
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